Sozialministerin Mag. Beate Hartinger-Klein und Team Styria Geschäftsführer Ing. Bernhard Lambauer mit WINTEC-Trophäe

Wintec Preisverleihung

Der Wissenschaftspreis für Inklusion durch Naturwissenschaften und Technik (WINTEC) wurde 2018 bereits zum dritten Mal ausgeschrieben. Gesucht wurden innovative wissenschaftliche Projekte, die zum Abbau von Barrieren und zur Stärkung des Inklusionsgedankens beitragen. Dabei wird der Fokus auf Projekte gelegt, die geeignet sind, das gesellschaftliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in der Gesellschaft zu fördern und damit die Inklusion voranzutreiben.

Die Team Styria Werkstätten GmbH durfte heuer zum ersten Mal die WINTEC- Trophäe designen und fertigen.

Bei der Fertigung des WINTEC-Preises wurde ein Großteil des hausinternen Leistungs-spektrums eingebracht. Die Wahl bei den Materialien fiel auf den einzigartigen Rohstoff Holz und das hochwertige Produkt Edelstahl. Zwei Säulen aus Altholz stehen für die Naturwissenschaft und für Tradition.

Das Altholz wurde von uns gezielt gewählt, um auch den Aspekt der Inklusion von älteren Menschen, mit und ohne Behinderung, einzubinden. Die beiden Säulen werden durch einen eingenuteten Edelstahlstreifen mit einander verbunden. Am Sockel befindet sich eine weitere Edelstahlplatte, in welche Zahnräder eingraviert wurden, um den Aspekt der Technik und Innovation zu verstärken.

Wesentlich für die Team Styria war, dass alle Arbeitsschritte im Unternehmen durchgeführt werden konnten. Designt wurde die Trophäe von Markus Kolli vom Werk Trieben. Bei der Fertigung waren sowohl die Holzmanufaktur vom Standort Trieben als auch die Metalltechnik vom Standort Spielberg involviert.

Die Produktion erfolgte mit Fräs-, Bohr- und Lasermaschinen. Die Einzelteile wurden assembliert und zur WINTEC- Trophäe zusammengefügt.

Die Preisverleihung fand Anfang September im Marmorsaal des Sozialministeriums statt, bei der wir auch mit einem Infostand anwesend waren.

Den ersten Platz belegt 2018 der BrailleRing – eine innovative Lesehilfe für Sehbehinderte – überzeugte die Jury vor allem aufgrund der raschen Realisierbarkeit und dem hohen Nutzen für die betroffene Zielgruppe. Beim BrailleRing werden gedruckte Textzeilen im Inneren eines rotierenden Ringes in der Blindenschrift „Braille“ dargestellt. Das erstplatzierte Projekt stammt von der ARGE TETRAGON.

Den zweiten Platz erreichte das Team von FH-Proessorin Mirjam Augstein, Stefan Schürz und Helmut Friedl mit dem Projekt „WIFI“ (Welding Interaction in Future Industry). Vor allem die menschzentrierte Entwicklung alternativer Interaktionslösungen, die sowohl Menschen mit Tetraplegie bzw. Tetraparese, als auch industrielle Schweißerinnen und Schweißer bei ihren Arbeitsprozessen unterstützen sollen, überzeugte die Jury.

Drittplatzierter wurde das Projekt „PlayBionic“ von Cosima Prahm, welches sich der Anpassungsschwierigkeit bei Prothesen annimmt. Ziel war es, die klassische Therapie mit einem spielbasierten Ansatz zu unterstützen. „PlayBionic“ besteht aus einer wissenschaftlichen Studie und der anschließenden Entwicklung der muskelgesteuerten, spielbasierten Trainings-App „MyoBeatz“, die auf den Erkenntnissen der Studie aufbaut.

 

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